Till Brönner: Geliebt und Gehasst

Till Brönner: Geliebt und Gehasst

Es gibt in Deutschland nur wenige Jazz-Musiker, die so polarisieren wie Till Brönner. Von den einen vergöttert, von den anderen gehasst, ist zwischen den beiden Lagern wenig Platz für einen sachlichen Umgang. Jetzt erscheint am 30. November das neue Album von Till Brönner mit dem einfachen Namen „Till Brönner“. Mit diesem Werk konfrontiert er Fans wie Gegner mit einer persönlichen Neuaufstellung.

Die große Veränderung des neuen Albums ist seine reduzierte Art. Indem er sich ein Stück aus dem Vordergrund zurückzieht, klingt Till Brönner viel souveräner, selbstbewusster und reifer. „Die Besetzung ist kein Novum. In den späten sechziger und frühen siebziger Jahren sind zahlreiche Alben genau in dieser Besetzung bestritten worden.“ Mit dieser Anspielung beruft sich der Berliner auf das legendäre Label CTI, auf dem unter anderem sein Vorbild Freddie Hubbard verschiedene Alben gemacht hat.

Das klingt nach einer Heimkehr zu seinen Ursprüngen, doch der Trompeter betont, dass er schon immer dort war. Auch bleibt er sich selbst treu. Für Till Brönner ist es in aller erster Linie ein ganz unverstelltes Bekenntnis zum Jazz. „Ich habe die Musik grösstenteils zwar selber geschrieben, aber im Studio haben wir alle zusammen einfach nur unser Bestes gegeben.“ Und er fügt hinzu: „Dieses Album wird auf fruchtbaren Boden bei denjenigen fallen, die für diese Musik offen sind. Der Erfolg lässt sich nicht alleine an Verkaufszahlen festmachen. Dieses Album war einfach auf meiner Agenda, und jetzt ist es da.“

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