Re:Jazz – Kaleidoscope

Re:Jazz – Kaleidoscope

Nach dem letzten Album „Electrified“ im Jahr 2010, wurde es wieder mal Zeit für ein neues Album von Re:Jazz. Das neue Album „Kaleidoscope“ hat viele Besonderheiten, deren vollständige Aufzählung durchaus mehrere Seiten einnehmen würde. Ich versuche mich kurz zu halten, aber nichts zu vergessen.

Wo fängt man also an? Als Erstes fällt auf, daß es beim neuen Album nicht mehr nur um reine Jazz-Varianten von erfolgreichen Electronic-Songs geht. Bei diesem Album wurde der Fokus auf die eigenen Kompositionen gelegt. Aber keine Angst: Die Fans des alten Re:Jazz-Konzepts kommen nicht zu kurz: Insgesamt drei Tracks auf dem Album sind Cover-Versionen, darunter Covers von Squarepusher und Trentemoeller.

Re:Jazz (Photo: Mario Andreya)Weitere Auffälligkeit ist die Formation. Die Sängerin Inga Lühning verließ im letzten Jahr die Band, und machte damit auf dem neuen Album Platz für eine neue Stimme. Ihr Name ist Mediha und passt sich wunderbar in die Band ein. Außerdem gibt es auf dem Album eine Gastsängerin, die ich noch von anderen Platten meiner Sammlung kenne: Die Sängerin der Brand New Heavies N’Dea Davenport spielte mit Re:Jazz den Song „Don’t Push Your Luck“ ein. Frau Davenport sang dabei nicht nur das Stück, sondern schrieb es auch zusammen mit der Band.

Das Album „Kaleidoscope“ wurde vom Jazzanova-Produzent Axel Reinemer produziert. Dieser stellte nicht nur einfach die Band in ein Studio und nahm das Ergebnis digital auf. Nein, durch den Einsatz von alten Equipment wie Mikrofonen oder Kompressoren erzielte er einen sehr warmen und dynamischen Sound. Das Ergebnis ist wirklich hörbar: Re:Jazz klangen noch nie besser! Wer es nicht glauben will, einfach mal die Kopfhörer aufziehen und das Album hören.

Es gibt noch so viel zu erzählen, aber in einen Artikel kriege ich nicht alles unter. Habe ich erwähnt, daß Re:Jazz mit dieser Platte ihr zehnjähriges Bestehen feiern? Oder das Sebastian Studnitzky auf drei Tracks mitspielte? Oder das es noch weitere Gastsänger gab? Ihr seht, das könnte noch länger dauern!

Die Band hat selbst festgestellt, daß es Zeit wird neue Wege zu gehen und nicht nur einfach sich selbst immer wieder zu duplizieren. Das haben sie mit dem Album schön geschafft und zwar ohne dabei ihre eigenen Wurzeln zu vergessen. Viele Bands schaffen es nicht sich wirklich weiterzuentwickeln. Re:Jazz haben diese Übung mit Bravour gemeistert. Herzlichen Glückwunsch!

Related Links:
„Kaleidoscope“ von Re:Jazz bei Amazon.de bestellen 

Jetzt teilen auf: