Paul Brown, Greatful Dead und der Jazz

Paul Brown, Greatful Dead und der Jazz

Die musikalische Bandbreite des Gitarristen Paul Brown ist wirklich beeindruckend: Joe Sample, Jamie Cullum und Jerry Garcia sind nur einige der Musiker, die er letztlich sehr beeindruckend oder gar inspirierend findet. Unser Interview gibt einen kleinen Einblick in das Musikleben des Paul Brown und was er denn nun wirklich auf seinem iPod hört.

Hallo, Paul! Zuerst mal eine wichtige Frage für mich, da ich selbst Gitarre spiele: Du spielst eine Gibson L-5?
Paul Brown: Ja, auf meinen Aufnahmen verwende ich eine Gibson L-5. Auf Konzerten habe ich diese Nelson Palen Archtop. Die spiele ich auch heute Abend.

Du hast alle drei Alben von Jessy J produziert. Welches Album war für Dich die größte Herausforderung?
Paul Brown: Ich mag das erste Album von Jessy J sehr. Gerade den Song „Tequila Moon“ mag ich wirklich. Aber das neue Album hat mindestens acht superstarke Songs. Das Album ist eine schöne Mischung zwischen Latin und Jazz.

Du hast mit beinahe jedem großen Smooth Jazz Künstler zusammengearbeitet. Wer fehlt noch?
Paul Brown: Da gibts noch ein paar Künstler, mit denen ich nicht gearbeitet habe. Zum Beispiel Joe Sample. Jessy hat zwar mit ihm auf ihrem neuen Album gearbeitet – leider war ich da nicht dabei. Aber ich mag sehr Jamie Cullum. Es wäre klasse, wenn ich mit ihm einmal zusammenarbeiten könnte. Ich wollte schon immer mit jemanden arbeiten, der nicht den „normalen Jazz“ macht. So wie zum Beispiel auch Aretha Franklin. Sie ist meine Lieblingssängerin.

Dein Album „Love you found me“ ist aus dem letzten Jahr. Gibt es schon Pläne für ein neues Album?
Paul Brown:
Ja, die gibt es! Ich habe mittlerweile schon fünfzehn Songs geschrieben. Jetzt muss ich mir noch überlegen, welche Lieder ich auf die Platte machen möchte, wieviel Gesang drauf soll und welche Gastmusiker auf die Platte sollen. Ich hoffe, dass ich mit George Duke einen Song zusammenspielen kann. Ich habe zwar noch nie mit George gearbeitet, aber wir haben schon öfters darüber gesprochen.

Eine Frage stelle ich allen Künstlern: Welche Musik hast Du momentan auf Deinem iPod?
Paul Brown: Ich habe keinen iPod! Meine beiden Kinder haben einen, ich aber nicht. Um ehrlich zu sein höre ich auch nicht viel Jazz und es war auch nicht meine größte Inspiration. Jeder ist überrascht wenn ich das sage, aber ich war ein großer Grateful Dead-Fan. Auf meinem ersten Album habe ich Wes Motgomery und Jerry Garcia gedankt. Viele Leute haben mich danach gefragt, wie ich Jerry Garcia im gleichen Atemzug mit Wes Montgomery nennen könnte, aber das ist halt das, was ich höre. Ich höre viele verschiedene Musikrichtungen und viel alten R&B-Kram, aber nicht viel Jazz. Den Guitaristen Grant Green mag ich aber sehr. Ich habe in letzter Zeit  sehr viel von ihm gehört und ich mag es wirklich. Er spielt nicht wie ein normaler Gitarrist. Es klingt irgendwie, als ob er Saxophon spielen würde.

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