Olaf Schönborn’s Q4 – Radio Jazz

Olaf Schönborn's Q4 - Radio JazzEine Platte, die praktisch wie für uns gemacht ist! Olaf Schönborn präsentiert mit seinem neuen Album „Radio Jazz“ eine Mischung, die jeden vergessen lässt, dass es sich bei Jazz nur um verkopfte Musik handelt. Er präsentiert eine Scheibe voller ausgesuchter Musik, die jeden Nicht-Jazzfan ins Stocken geraten lässt. Denn es handelt sich um Jazz, ist aber immer noch eingängig und groovy. Mehr über den Saxophonisten und Labelchef in unserem Artikel.

Was verbirgt sich nun hinter dem Album „Radio Jazz“? Per Definition des Mannheimer Saxophonisten und Labelchefs Olaf Schönborn handelt es sich dabei um entspannten, radiotauglichen Jazz, der aber dennoch voller Energie, Ideen und Spontanität ist. Das hört sich an, als ob Herr Schönborn den Fahrplan unseres Webradios gelesen hätte. Grund genug für uns, die Platte von Olaf Schönborn und seinen Mitstreitern Tilman Bruno (Percussion), Martin Simon (Bass) und Daniel Stelter (Guitar) zum CD-Tipp des Monats April zu machen. Schönborn erinnert sich dabei gerne an die Zeiten zurück, als das Radio mit einer reichhaltigen Musikauswahl und buntem Jazzprogramm das Hören noch zu einem Ereignis machte. Heutzutage muss man sich das Gefühl von „damals“ auf einem Silberling zurückholen.

Der Bandname „Q4“ hat übrigens einen sehr lokalen Charakter, wie Olaf Schönborn selbst zugibt: „Q4 steht, natürlich wegen der Viererbesetzung, ganz offensichtlich für das englische ‚Quartet‘. Das Kürzel ist aber auch ein ganz liebevoller, kartografischer Verweis auf meine Heimat Mannheim. Eine Stadt, in der es keine Straßen, sondern nur Planquadrate gibt. Ich lebe in ‚E7‘, und in ‚Q4‘ befindet sich mein Lieblingssaftladen.“

Zur Frage, nach der Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks heutzutage für den Jazz, sagt Olaf Schönborn übrigens: „Einerseits gibt es einige sehr engagierte Redakteure, die aber so gut wie keine Sendezeiten mehr haben oder die reinen Jazzsendungen werden zu meist unmöglichen Sendezeiten ausgestrahlt. Es ist ja nicht so, dass niemand Jazz hören möchte. Immer wenn ich in Paris bin, bin ich total veblüfft, wo überall ein Jazzsender läuft: im Kaufhaus, im Café, in der Edelboutique sogar beim chinesischen Stehimbiss. Da kommt das ‚alte Radiogefühl‘ wieder auf: „Oh, was war das, was da gerade lief. Das kenne ich noch gar nicht.“

Dem bleibt eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht eine kleine Aufforderung: Lieber Herr Schönborn, hören Sie sich mal unser Webradio an. Ist zwar nicht öffentlich-rechtlich, aber wir tun unser Bestes dem Jazz wieder ein zu Hause zu geben! Und unseren Hörern kann ich nur sagen: Liebe Hörer, kauft Euch diese Platte, denn besseren Radio Jazz gibt es nicht auf einem Tonträger!

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