Monika Roscher Big Band – Failure in Wonderland

Monika Roscher Big Band – Failure in Wonderland

Klingt es nach Big-Band, nach Jazz-Orchester, oder  geht es mehr in Richtung Indie? Der Sound lässt sich nur schwer in eine bestimmte Schublade stecken, aber genau das macht die aktuelle CD von Monika Roscher und ihrer 18 Mann starken Formation interessant. Ungefähr vor einem Jahr hat die 1984 im Fränkischen geborene Gitarristin ihre Big Band gegründet und Ende 2012 das aktuelle Album „Failure in Wonderland“ veröffentlicht.

„Ganz zu Beginn sollte diese Band eigentlich „Die Kapelle der Verklärung“ heißen. „Bigband“ oder „Orchestra“, das klingt etwas zu glanzvoll und zu aufgeräumt – irgendwie zu wenig verrückt. Die Bezeichnung „Kapelle“ dagegen hat diesen kaputten, rumpelnden Beiklang, der mir gefällt. Eine Kapelle genießt in meiner Vorstellung eine gewisse Narrenfreiheit, sie ist lebendig, sie ist wild. Und genau das ist für mich wichtig: dass alle in der Band ihre Emotionen ausleben können. Egal, wenn mal ein falscher Ton dabei ist, auch egal, wenn es mal richtig kracht. Wie in dem Stück „Die Parade“, in dem der gesamte Trauerzug eine Klippe hinabstürzt. Es ist nicht wichtig, dass die Band fällt, wichtig ist, wie sie es tut. Inbrünstig und aus tiefster Überzeugung. So trotzt sie Leben und Tod zugleich. Darin liegt eine Idee von Freiheit, die ich in meiner Musik umzusetzen versuche.“, erklärt Monika Roscher.

Das Album klingt wirklich sehr frei und lebendig, ohne sich von irgendwelchen Grenzen einschränken zu lassen. So ist etwas ganz Eigenständiges und Besonderes entstanden. Mir persönlich gefallen die langen Gitarrensoli, die sehr gut zum Sound der Big-Band passen. Es lohnt sich auf alle Fälle, die CD ganz genau anzuhören.

Related Links:
„Failure in Wonderland“ von Monika Roscher Big Band bei Amazon.de bestellen

Jetzt teilen auf: