Mezzoforte – Islands

Mezzoforte – Islands

Irgendwie finde ich, daß das Cover komisch aussieht. Aber Musikalben soll man ja nicht nur nach dem Äußeren beurteilen. Die inneren Werte zählen, und die sind bei Mezzoforte Alben immer beeindruckend. Das neue Album „Islands“ macht da keine Ausnahme.

Erklärt man einem Nicht-Fan, was für eine Band das ist, muss man einfach die Melodie von „Garden Party“ summen. Beinahe jeder Mensch auf diesem Planeten hat dieses Lied schonmal irgendwo gehört. Ganze Musikergenerationen wuchsen mit der Musik von Mezzoforte auf und unzählige Radio- und TV-Sendungen wurden mit ihrer Musik unterlegt – von der BBC bis hin zur Wettervorhersage der russischen Pazifik-Flotte, wie die Band unlängst bei einem Festival-Auftritt in Wladiwostok erfuhr.

Aufgenommen wurde das Album in Reykjavik, auf den Vestman-Islands, den Färöer-Inseln und schließlich im beinahe legendären Hansa-Studio Berlin. Von dort konnte man noch in den Achtzigern über die Mauer auf die „Insel“ West-Berlin schauen. Deswegen benannte die Band dieses Album auch danach: „Islands“.

„Islands“ von Mezzoforte klingt irgendwie anders als die anderen. Es ist keinesfalls ein Unplugged-Album, aber irgendwie ist es doch ein wenig akustischer. Weniger Keyboards, mehr Klavier. Mehr jazzige Drums, weniger großes Drum-Set. „Islands“ dokumentiert den musikalischen Reifeprozess der Band. Denn die ist nicht beim guten alten „Garden Party“ stehengeblieben. Sie haben sich immer weiterentwickelt, neue Wege ausprobiert und mit diesem Album einen weiteren passenden Baustein in ihre Diskografie eingefügt. Obwohl dieser Schritt auch nicht jedem Fan gefallen mag: Es gibt einfach einen Unterschied zwischen der Band damals und heute.

Wer jetzt noch nicht von der Platte überzeugt ist, kann eines der folgenden Dinge tun: Entweder GrooveFM hören und zweimal am Tag diesen CD-Tipp des Monats genießen. Oder man geht zu einem der Konzerte, denn die Band plant eine Tour in diesem Herbst. Oder man vergisst die beiden Punkte vorher und kauft einfach das Album.

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