Doug Wimbish – Cinema Sonics

Doug WimbishGereift während der 80er in der Backingband von Grandmaster Flash und der Sugarhill Gang, bedient Doug Wimbish seit den frühen 90er den Tieftöner der Crossover-Legende Living Colour. Im Lauf seiner über 30-jährigen Karriere saugt seine Seele Ambient, Jazz, Funk, Dub, Electro und Rock ebenso auf wie Jungle, Trip Hop, Drum&Bass, Hip Hop, DupStep, Industrial und Worldmusic.

Davon abgesehen hat sich der mit Grammy-Ehren Ausgestattete zum beliebt-begehrten Sideman von Mick Jagger, den Rolling Stones, Depeche Mode, Madonna, Lauryn Hill, B.B. King, Bruce Springsteen und Seal entwickelt. Seit seiner Londoner Zeit (1984 bis 2002) verbindet ihn zusätzlich eine tiefe Freundschaft mit Dub/Reggae-Legende und Kultproduzent Adrian Sherwood. Auf „Cinema Sonics“ wacht dieser über die Produktion, sorgt für einen gewohnt exklusiven Soundcharakter und ist an einigen Kompositionen maßgeblich beteiligt. Schon „Trippy Notes for Bass“, Wimbishs erstes Album unter eigenem Namen, stieß 1999 auf offene Ohren und erfüllte gehobene Ansprüche mit hochwertigen Groove- und Klang-Material. Seinerzeit steht Trip Hop und Drum’n’Bass hoch im Kurs. Wimbish nutzt die Gunst der Stunde und platziert in dieser Electro-affinen Zeit sein erstes Soloalbum. Der überragende Erfolg gibt ihm recht und nicht nur in Szenekreisen gilt „Trippy Notes for Bass“ (u. a. mit Talvin Singh) als heißer Tipp. 2002 geht Wimbish zurück nach New York und freundet sich mit Mos Def und Kanye West an. Um seiner Umtriebigkeit gerecht zu werden, produziert und tourt er seither mit Living Colour, TackHead, HeadFake und Little Axe, Lauryn Hill, Robert Plant, Dhafer Youssef, Peter Gabriel, Mark Stewart & The Mafia, der Czech Gypsy Funk Band, Gulo Car und dem brasilianischen Sänger Fernando Porta.

2008 ist für Doug Wimbish die Zeit gekommen, sein zweites Solowerk zu präsentieren. Er versteht „Cinema Sonics“ als Soundtrack seiner musi(kali)schen Biografie, als Hommage an all die prägenden Einflüsse, die er in sein musikalisches Universum integrieren durfte. Und er schöpft dabei aus dem Vollen! Sein Background, seine Erfahrung, seine Crew und sein immerwährender Ideenfluss sorgen auf „Cinema Sonics“ für einen Kopfkinogenuss der seinesgleichen sucht. Schon die Wahl des Albumtitels verweist auf die Nähe von Auge und Ohr, die Wimbish sucht und findet. Während die Hörenden in diesem Film die Regie selbst übernehmen, startet Wimbish den Soundtrack ohne Vorwarnung und ohne seine musikalische Herkunft zu verleugnen.

Als roter Faden in Wimbishs cineastischem Hörbuch dienen die gezielt platzierten Effekt-Einsätze. Nie reduziert er seine Klangarchitektur auf akustisches Instrumentarium. Die Elektronik ist allgegenwärtig. Als Störenfried suhlt sie sich im akustischen Rockhabitus, den die ersten (sechs) Songs stolz vor sich her tragen. Als klangmalerisches Instrument ist sie aus den Electronica-Welten der restlichen (sieben) Titel nicht wegzudenken. „Easy Philosophy“ beendet das zweite Solowerk von Doug Wimbish. Ob die Philosophie des Albumkonzepts jedoch so easy ist? Die musikalische Reise, die an einem anderen Ort endet, als sie beginnt, zeigt, welche Palette ein modernes Musikverständnis heute abdecken kann. Electronica, Rock und Funk integriert Wimbish ebenso mühelos in sein Klanguniversum wie World, Jazz und Reggae/Dub.

Tourdaten Doug Wimbish mit Tarja Turunen
7.5. Köln | 9.5. Leipzig | 14.5. Wiesbaden | 17.5. Muffathalle | 18.5. Zürich | 20.5.Graz | 23.5. Filderstadt | 24.5. Hamburg

Tourdaten Doug Wimbish mit Mark Stewart
8.4. Köln | 9.4. München | 10.4. Schorndorf | 11.4. Antwerpen | 12.4. Den Haag | 16.6. London

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