Blue Lounge im Porgy & Bess

Blue Lounge im Porgy & Bess

Am 21.April 2015 lud Universal Music zur zweiten Blue Lounge in den Wiener Jazzclub „Porgy & Bess“. In einer sehr entspannten Atmosphäre konnte man vier sehr unterschiedliche Darbietungen genießen, auf die ich nun im Einzelnen gerne eingehen möchte.

Eröffnet wurde von der Abend von der Hamburger Band Miu, und die gleichlautende Sängerin ließ nichts anbrennen. Mit ihrer kraftvollen Stimme zündete sie ein funkig-rockiges Feuerwerk und bekam dafür auch den verdienten Applaus. Man darf auf ihr erstes Album, welches in diesem Jahr noch herauskommen soll, schon gespannt sein – der Auftritt in Wien war jedenfalls ein guter Teaser.

Danach kam aus meiner Sicht das Highlight des Abends, die New Yorker Sängerin Indra Rios-Moore. Sie bekam durch ihren Vater, den Jazz Bassisten Donald Moore, das musikalische Gen praktisch in die Wiege gelegt und verfügt über eine wunderbar einfühlsame und melodische Stimme. Dieser Kontrast zu der vorigen Band machte ihren Auftritt auch so berührend – mit leisen Tönen und der hervorragenden Begleitung von ihrer Band (Bass Thomas Sejthen, Guitar Uffe Stehen, Saxofon und Klarinette Benjamin Traerup). Musikalisches Highlight war für mich das „Money“-Cover von Pink Floyd. Aber auch die anderen Titel von der neuen Veröffentlichung „Heartland“ waren ein Ohrenschmaus, wie zum Beispiel „Little Black Train“.

Gefolgt wurde Indra, von der österreichischen Band GuGabriel. Aber wie soll man nun ihren Auftritt beschreiben, wo die Messlatte durch ihre Vorgängerin enorm hoch war? Bei allem Wohlwollen meiner Landsfrau gegenüber, hier werde ich mich kurzhalten und zum nächsten Act übergehen.

Der Abschluss erfolgte durch den Bassisten Ben Williams, der 2009 den Wettbewerb des Thelenious Monk Institutes gewonnen hat und zu den hoffnungsvollsten Bassisten der Jazzszene zählt. Jazz vom Feinsten – aber wer den Name Thelonious Monk hört, dem ist klar aus welcher Ecke nun die Musik kommt. Er hat auch aktuell ein neues Album, das im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen nun melodischer klingt und auch Hip-Hop-, Rock- und Soul-Schnipsel neben kraftvollem Jazz beinhaltet.

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